Kinderbauernhof Mauerplatz

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Schafe

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Schafe


Herkunft
Schafe sind sicherlich eines der ältesten Haustiere des Menschen und begleiten uns seit ca. 10 000 Jahren. Es gibt ganz viele verschiedene Rassen mit unterschiedlichem Aussehen.  Ein  Urahne ist ein Wildschaf, das heute noch in kleinen Herden in Zentralasien weidet. Ein anderer Urtyp ist der Mufflon, der in Europa in Wildherden lebt.


Nutzen für den Menschen
Neben den Ziegen waren und sind Schafe die wichtigsten Begleiter der Nomaden, die mit ihren Herden dem Futterangebot folgen und auch karge Zeiten überstehen müssen. In Deutschland ziehen Wanderschäfer mit ihren Herden Winter wie Sommer durch milde Täler und steile Hänge - dort helfen die Schafe, dass diese Landschaften nicht dicht mit Bäumen und Sträuchern  zuwachsen. Auf Deichen weiden Schafherden ebenfalls zur Landschaftserhaltung- und Pflege. Schafe wurden aber auch wegen ihres schmackhaften Fleisches gehalten.  Die Wolle, die in Westeuropa Mitte Mai geschoren wird, nutzen wir zur Herstellung von warmer Kleidung, Decken, Dämmmaterial, Füllmaterial usw.
Schaffelle wärmen uns im Form von Sitzfellen,  Babys liegen gerne drauf, kranken Menschen helfen sie als medizinische Betteinlage. Schafe liefern eine sehr gehaltvolle Milch, viele Menschen trinken sie viel lieber als Kuhmilch - zudem wird der Schafmilch eine besondere Heilwirkung bei verschiedenen Krankheiten zugesagt. Aus der Schafmilch kann Yoghurt, Frischkäse und Butter hergestellt werden.


Herdenverhalten
Schafe sind typische Herdentiere, in der freien Natur leben sie in kleinen Herden von 10- 30 Tieren zusammen. Sie sind Fluchttiere mit dem typischen Fluchtverhalten: bei Gefahr flüchtet das Schaf zuerst ins Herden Zentrum, wo vor allem die Lämmer Schutz finden, dann flüchtet die Herde gemeinsam. Anders als die Menschen handelt das Schaf instinktgesteuert, es flieht, wenn wir uns ihm nähern.
Klauenpflege oder Schafschur ist für das Schaf notwendig, aber leider können wir ihm das nicht erzählen und überzeugen, nun ruhig zu stehen. Vertraute Personen sollten sich in einer solchen Situation dem Tier nähern um mit einer Lieblingsspeise seien Fluchtinstinkt zu unterdrücken.

Haltung

Könnten Schafe zwischen einem Aufenthalt im Freien oder im Stall wählen, würde man die Vorstellung über die angeblich so unempfindlichen Schafe ändern müssen. Bei Regen oder in der Mittags Hitze bevorzugen Schafe den Aufenthalt in einem Stall oder Unterstand. Unsere vier Schafe Blanca, Scarry, Schneeflocke und Dolly leben in einem abgeschlossenen Gehege mit stets zugängigem Stall. In dem Stall haben sie ihre Futter raufe und Wasser. Im Verlauf des Tages laufen sie frei über das Gelände des Kinderbauernhofes und weiden auf der Grünfläche rund um die Feuerstelle. Wenn wir nicht aufpassen, knabbern sie die Rinde der Bäume an; oder lieben den Bauerngarten mit leckeren Kräutern und Gemüsepflanzen. Bei scheinbarer Gefahr können sie sich jederzeit in ihren Bereich begeben. Sie verlassen das Gelände nicht, scheinbar sagt ihnen der Instinkt, dass es unklug wäre, auf die Straße zu laufen.

Ernährung
Schafe ziehen in der freien Natur umher und wechseln damit ständig ihre Weidefläche.
Unsere Schafe leben in einem Gehege mit  offenem Stall. Dort  ist ihre Futterraufe mit Heu und Wasser. Wie die Ziegen sind sie Wiederkäuer und verwerten rauhes Futter wie Heu, Rind, Holz, Stroh sehr gut. Mineral - und Salzlecksteine sind wichtig zur Ergänzung, abends bekommen sie Grünschnitt wie die Ziegen,  das holen wir aus der näheren Umgebung des Kinderbauernhofes. Zusätzlich benötigen sie Kieselgur, Bierhefe. Im Winter, wenn keine grünen Pflanzen zu Verfüttern wachsen, bekommen sie Möhren und Äpfel. Tagsüber verlassen sie ihr Gehege, und weiden, im Sommer, oder knabbern hier und dort  an letzten winterlichen Halmen. Laubbaumschnitt und Tannenbäume lieben sie wie die Ziegen.














 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Februar 2010 um 14:27 Uhr